Innenwanddämmung – Wärmedämmung

Wärmedämmung fängt bei der Innenwanddämmung an. Sie ist sicherlich nicht die beste Art, Gebäude zu dämmen, jedoch ist eine effektivere Außendämmung nicht immer möglich, z.B. aufgrund von Denkmalschutz.

Bei der Innenwanddämmung wird auf der Innenseite der Außenwände eines Hauses eine Holzlattung befestigt, so dass die Zwischenräume mit einem Dämmstoff gefüllt werden können. Bevor eine Innenwanddämmung angebracht wird, ist auf jeden Fall zunächst der Wassergehalt des Mauerwerks zu prüfen, denn feuchte Mauerwerke sind für eine Innenwanddämmung nicht geeignet. Durch Innenwanddämmungen verschiebt sich der Taupunkt nach innen, und es entsteht bei feuchten Mauerwerken Schimmel.

Innenwanddämmung

(Innenwanddämmung – Fotoquelle: RainerSturm  / pixelio.de)

Die Installation einer Dampfsperre ist auf jedem Fall zu empfehlen, um die Wanderung des Wasserdampfes zu verhindern.

Wohnraumverlust durch Innenwanddämmung

Als weitere Nachteil ist der Wohnraumverlust zu nennen, allerdings ist die Innendämmung auch wesentlich günstiger als eine Außendämmung, und sie ist relativ leicht anzubringen.

Innenwanddämmungen kommen immer dann in Frage, wenn eine Fassade (aus gestalterischen oder aus konstruktiven Gründen) nicht verändert werden kann. Auch denkbar ist, dass eine Grenzbebauung gegeben ist oder eine vorgeschriebene Einhaltung einer Gebäudeflucht das Dämmen von außen verhindert.

Auch die Dämmung einzelner Wohnungen in einem Mehrfamilienhaus kann von innen mittels Mineralwolle erfolgen. Um dabei Schall- oder Wärmebrücken zu vermeiden, sind Holzlatten auf einem Streifen Mineralwolle anzubringen. Die Mineralwolle selbst wird dann auf den Abstand der Latten mit einem geringen Übermaß zugeschnitten und in das Ständerwerk eingeklemmt. Vergessen Sie aber auf keinen Fall die Dampfsperre auf der Unterkonstruktion. Die Dämmung wird abgeschlossen, indem Gipskartonplatten auf die Unterkonstruktion geschraubt werden.

Die Kosten dieser Dämmung betragen je nach verwendeten Materialien etwa 40 bis 80 Euro pro Quadratmeter. Nach der novellierten Energieeinsparverordnung, die am 1.5.2014 in Kraft getreten ist, darf eine modernisierte Außenwand bei einer Innenwanddämmung maximal einen U-Wert von 0,35 W/m²K erreichen.

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