Netzgekoppelte Solaranlagen

Netzgekoppelte Solaranlagen sind Photovoltaik-Anlagen am öffentlichen Stromnetz. Solarstromanlagen (Photovoltaikanlagen) erzeugen elektrische Energie aus Sonnenlicht. Eine an das Stromnetz angeschlossene Photovoltaik-Anlage macht es möglich, den erzeugten Strom in das öffentliche Stromnetz einzuspeisen. Dann spricht man von netzgekoppelten PV-Anlagen.

Netzgekoppelte Solaranlagen

(Quelle: Rainer Sturm  / pixelio.de)

Eine netzgekoppelte PV-Anlage besteht aus nur wenigen Komponenten: den Photovoltaik-Modulen, einem (oder mehreren) Wechselrichtern, einer Schutzeinrichtung zur automatischen Abschaltung bei Störungen im Stromnetz sowie einem Zähler zur Erfassung der eingespeisten Strommenge. Dagegen ist ein Stromspeicher nicht zwingend notwendig.

Wir funktioniert eine PV-Anlage? Die Sonnenstrahlen scheinen auf die Solarzellen, die daraus Gleichstrom machen. Der Gleichstrom wird im Wechselrichter zu Wechselstrom umgewandelt und direkt ins Stromnetz eingespeist. Der höchste Ertrag wird um die Mittagszeit erreicht, wenn die Sonne ihren höchsten Stand hat. Naturgemäß ist der Ertrag in den Sommermonaten viel höher als in den Wintermonaten. Wie hoch der tatsächliche Ertrag ist, hängt nicht nur von den Intensität der Sonnenstrahlung ab, sondern auch von der Ausrichtung der Module (optimal ist in Richtung Süden) und dem Winkel, mit dem die Sonnenstrahlen auf die Module treffen. Schrägdächer mit einem Winkel von 30 bis 45 Grad gelten als besonders vielversprechend. Und auch die Modulqualität ist von Bedeutung.

Netzgekoppelte Solaranlagen in der Nacht

Ein Netzanschluss an das öffentliche Stromnetz überbrückt Versorgungslücken (z.B. während der Nacht, an regenreichen Tagen oder in den Wintermonaten). Eine Speicherung von Solarstrom im privaten Haushalt ist zwar grundsätzlich möglich, aber noch ist die Speichertechnik zu teuer, um wirtschaftlich sinnvoll betrieben werden zu können. Gerade in diesem Bereich wird aber in den nächsten Jahren mit einer dynamischen Entwicklung gerechnet, so dass sich hier genaue Marktbeobachtungen besonders lohnen.

Der Ertrag einer PV-Anlage in Deutschland hängt grundsätzlich von der Region ab, in der sich die Anlage befindet. 900 Kilowattstunden (pro Kilowattpeak und Jahr) sind aber grundsätzlich möglich, in manchen Regionen auch bis zu 20% mehr. Eine genaue Übersicht über die Stromerträge von PV-Anlagen der letzten Jahre erhalten Sie auf www.pv-ertraege.de.

Auch wenn der PV-Strom derzeit trotz intensiver Subventionen noch ein Nischendasein fristet, es entstehen immer mehr PV-Anlagen, gerade auf den Dächern von Wohnhäusern. Mittelfristig ist davon auszugehen, dass sich viele Haushalte mit PV-Strom eindecken, weil PV-Anlagen immer preiswerter werden, der Stromverbrauch über das öffentliche Netz jedoch immer teurer wird, und Speichermöglichkeiten von Solarstrom immer wirtschaftlicher werden.

6 Gedanken zu „Netzgekoppelte Solaranlagen“

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