Innenwanddämmung – Wärmedämmung

Wanddämmung

Wärmedämmung fängt bei der Innenwanddämmung an. Sie ist sicherlich nicht die beste Art, Gebäude zu dämmen, jedoch ist eine effektivere Außendämmung nicht immer möglich, z.B. aufgrund von Denkmalschutz.

Bei der Innenwanddämmung wird auf der Innenseite der Außenwände eines Hauses eine Holzlattung befestigt, so dass die Zwischenräume mit einem Dämmstoff gefüllt werden können. Bevor eine Innenwanddämmung angebracht wird, ist auf jeden Fall zunächst der Wassergehalt des Mauerwerks zu prüfen, denn feuchte Mauerwerke sind für eine Innenwanddämmung nicht geeignet. Durch Innenwanddämmungen verschiebt sich der Taupunkt nach innen, und es entsteht bei feuchten Mauerwerken Schimmel.

Innenwanddämmung

(Innenwanddämmung – Fotoquelle: RainerSturm  / pixelio.de)

Die Installation einer Dampfsperre ist auf jedem Fall zu empfehlen, um die Wanderung des Wasserdampfes zu verhindern.

Wohnraumverlust durch Innenwanddämmung

Als weitere Nachteil ist der Wohnraumverlust zu nennen, allerdings ist die Innendämmung auch wesentlich günstiger als eine Außendämmung, und sie ist relativ leicht anzubringen.

Innenwanddämmungen kommen immer dann in Frage, wenn eine Fassade (aus gestalterischen oder aus konstruktiven Gründen) nicht verändert werden kann. Auch denkbar ist, dass eine Grenzbebauung gegeben ist oder eine vorgeschriebene Einhaltung einer Gebäudeflucht das Dämmen von außen verhindert.

Innenwanddämmung mit Mineralwolle

Auch die Dämmung einzelner Wohnungen in einem Mehrfamilienhaus kann von innen mittels Mineralwolle erfolgen. Um dabei Schall- oder Wärmebrücken zu vermeiden, sind Holzlatten auf einem Streifen Mineralwolle anzubringen. Die Mineralwolle selbst wird dann auf den Abstand der Latten mit einem geringen Übermaß zugeschnitten und in das Ständerwerk eingeklemmt. Vergessen Sie aber auf keinen Fall die Dampfsperre auf der Unterkonstruktion. Die Dämmung wird abgeschlossen, indem Gipskartonplatten auf die Unterkonstruktion geschraubt werden.

Die Kosten dieser Dämmung betragen je nach verwendeten Materialien etwa 40 bis 80 Euro pro Quadratmeter. Nach der novellierten Energieeinsparverordnung, die am 1.5.2014 in Kraft getreten ist, darf eine modernisierte Außenwand bei einer Innenwanddämmung maximal einen U-Wert von 0,35 W/m²K erreichen.

Perimeterdämmung – Wärmedämmung

Von einer Perimeterdämmung wird gesprochen, wenn die Wärmedämmung der erdberührten Bauteile eines Gebäudes an der Gebäudeaußenseite gemeint ist. Die Perimeterdämmung befindet sich somit oft unterhalb der Bodenplatte des Gebäudes oder an den Außenseiten der Kelleraußenwände.

Aufgrund ihrer Lage am Gebäude muss die Perimeterdämmung sowohl wasser- als auch druckbeständig sein. Deshalb werden in der Regel geschlossenporige (Schaumstoff-) Materialien genutzt, die zum Beispiel unter den Namen Polystyrol-Hartschaumplatten oder Schaumglasplatten bekannt sind.

Um die gewünschte Dämmung zu erreichen, wird das Dämmmaterial außerhalb der wasserundurchlässigen Schicht angebracht, wobei die Dämmplatten selbst verklebt werden. Wie bereits erwähnt, gibt es inzwischen auch Glasschaumplatten, die aus recycelten Materialien (Glasschaum-Granulat aus Altglas) hergestellt werden.

Drainageplatten zur Perimeterdämmung?

Übrigens: Die sogenannten Drainageplatten sind keine wasserundurchlässige Perimeter-Dämmung, sondern sie dienen lediglich als Schutz des Bitumenanstrichs (als äußere Wassersperrschicht) gegen mögliche Beschädigungen beim Wiederauffüllen des Erdaushubs. Allerdings gibt es auch Perimeterdämmungen, die zusätzlich Drainageaufgaben übernehmen.

Ist der Wasserdruck im Erdreich sehr hoch, kann eine zweischichtige Perimeter-Dämmung genutzt werden, so dass Ansammlungen von Wasser leicht abtransportiert werden können.

Ergänzend können die Kellerwände mit Dichtungsschlämmen abgedichtet werden. Zudem verhindert ein lückenloses Anbringen der Dämmplatten Wärmebrücken im Gebäude.

Zellulosedämmung – Wärmedämmung

Kennen Sie die Zellulosedämmung? Zellulose ist ein Dämmstoff, der sehr gut geeignet ist, Dach- und Holzhausbauten gegen Wärmeverluste zu dämmen, denn aufgrund ihrer flockigen Art kann sich die Zellulose jedem Bauteil nahezu perfekt anpassen. Im Sommer wirkt die Zellulosedämmung zudem als Schutz gegen eine zu starke Erwärmung der Gebäudes.

Die Zellulosedämmung, die aufgrund ihrer Verarbeitung auch Einblasdämmung heißt, kann alle Hohlräume fugenfrei abdichten, so dass in manchen Fällen sogar der Passivhausstandard erreicht werden kann.

Die Zellulosedämmung besteht aus einzelnen Zellulosefasern, die z.B. aus alten Tageszeitungen produziert werden können. Dazu werden die Tageszeitungen grob aufgefasert und mit Boraten vermischt, welche dafür sorgen, dass die Fasern verrottungssicher und brandbeständig sind. Zusätzlich wird erreicht, dass die Zelluloseflocken eine sehr niedrige Wärmeleitzahl und große Setzungssicherheit aufweisen. Außerdem sind die Dämmflocken nicht giftig und enthalten keine kritischen Stoffe oder Zusätze. Dass sie sich auch weich und warmanfühlen, ist für die Dämmung hingegen weniger wichtig. Zur Wärmedämmung blasen Meisterbetriebe die Fasern in die zu dämmenden Hohlräume ein, daher auch der Name Einblasdämmung.

Zellulosedämmung als Hitzeschutz

Wie bereits erwähnt, leistet der Zellulosedämmstoff nicht nur eine gute Wärmedämmung nach außen, sondern schützt das Gebäude auch selbst vor Hitze, da die Sonnenwärme lange in der Konstruktion gespeichert und nur langsam an die Innenräume abgegeben wird. Dies ist insbesondere bei der Nutzung von Dachräumen ein großer Vorteil.

Ergänzend sei erwähnt, dass die Zellulose in der Lage ist, Feuchtigkeit zu speichern und wieder abzugeben, ohne dass Dämmverluste auftreten, so dass auch das allgemeine Raumklima verbessert wird und sie als Feuchtepuffer bei Haussanierungen oder bei Flachdächern genutzt werden kann.

Dämmung von Fenster und Türen

Neben der Dämmung der Außenwand ist auch die Dämmung von Fenstern und Türen sowie Rolladenkästen wichtig, wenn ein insgesamt geringer Energieverbrauch angestrebt wird, denn damit lassen sich jährlich (je nach Anzahl und Qualität der alten Fenster und Türen) bis zu 350 Euro sparen. Grundsätzlich spart man mit gedämmten Fenstern und Türen bis zu Zweidrittel des Energieverbrauchs ungedämmter Fenster und Türen ein.

Dämmung von Fenster:

Werden Fenster in Bestandsgebäuden erneuert, so müssen diese gemäß der Energieeinsparverordnung einen u-Wert von 1,8 W/m2K aufweisen. Dazu eignet sich das Wärmeschutzglas, das im Verhältnis zu dem früher meist verwendeten Zweischeiben-Isolierglas nur halb so viel Wärme verliert. Generell sollte beim Einsatz neuer Fenster geprüft werden, ob es nicht sinnvoll ist, in einem Zug die gesamte Gebäudefassade hinsichtlich der Wärmedämmung zu optimieren, um mögliche Schwierigkeiten bzgl. der Bildung von Feuchtigkeit auszuschließen.

Wenn Häuser neu gebaut werden, nutzt man Fenster, die einen u-Wert von 1,3 W/m2 K (oder besser) erreichen. Diese Fenster schließen so gut, dass eine ausreichende Lüftung notwendig wird. Einfach verglaste Fenster hatten noch einen U-Wert von 6 W/m²K, die Isolierverglasung aus den 70er Jahren immerhin schon einen Wert von 3 W/m²K. Heutige Wärmeschutzfenster erreichen dagegen durchaus U-Werte von 0,8 bis 1,1 W/m²K; es gibt aber sogar schon (noch sehr teure) Fenster mit einem U-Wert unter 0,5 W/m²K.

Auch an die Rollladenkästen als mögliche Schwachstelle sollte beim Einbau neuer Fenster gedacht werden, denn deren Dichtigkeit wird oftmals vernachlässigt. Dabei verringern gut gedämmte Rollladenkästen nicht nur den Energieverbrauch, sondern sie tragen auch dazu bei, den Schallschutz und darüber dann auch den Wohnkomfort zu verbessern.

Fenster und Rollladen-Kästen spielen trotz ihrer häufig geringen Oberfläche somit eine wichtige Rolle bei der energetischen Sanierung, zumal die modernen Fenster eine bis zu 5-fach verbesserte Wärmedämmung  aufweisen im Vergleich zu den alten einfach-verglasten Fenstern. Ergänzend können undichte Fenster zusätzlich mit Schaumstoffbändern abgedichtet werden.

Dämmung der Türen:

Auch Türen werden bei der energetischen Sanierung gerne vergessen, dabei leisten dichte Türen ebenfalls ihren Beitrag zur Wärmedämmung. Dazu müssen die Türen oftmals gar nicht getauscht werden, sondern mit Türdichtleisten lassen sich schon signifikante Verbesserungen erreichen. Grundsätzlich verringern Türdichtungen das Aufkommen von Zugluft.

Türen können zusätzlich gegen Schallübertragungen oder gegen Feuer gedämmt sein. Man spricht dann von Schallschutztüren bzw. Feuerschutztüren, wobei zu sagen ist, dass Feuerschutztüren in der Regel auch schallreduzierend wirken.

 

Fassadendämmung – Wärmedämmung

Fassadendämmung

Neben der Dämmung der Fenster und Türen ist auch die Fassadendämmung der Außenwand eines Hauses unverzichtbar. Mit einer Dämmung der Wand lassen sich bis zu 80% des Energieverbrauchs völlig ungedämmter Wände einsparen. Nach der novellierten Energieeinsparverordnung, die am 1. Mai 2014 in Kraft getreten ist, darf die modernisierte Außenwand als maximalen U-Wert 0,24 W/m²K erreichen. Zur Dämmung der Fassade bzw. der Gebäude-Außenwand stehen drei verschiedene Typen zur Wahl, mit denen je nach Größe und Zustand der alten Fassade jährlich bis zum 650 Euro Energiekosten gespart werden können:

Fassadendämmung

(Rohbau mit Wärmedämmung – Fotoquelle: Rainer Sturm  / pixelio.de)

 

Fassadendämmung mittels Wärmedämmverbundsystem (WDVS):

Wärmedämmverbundsysteme bieten sich an, wenn eine bisher normal verputzte Hauswand nachträglich zu dämmen ist. Hierbei werden Dämmplatten aus Hartschaum (Polystyrol oder Polyurethan) in einer Stärke von 10 bis 15 Zentimetern auf die Fassade bzw. auf das Mauerwerk geklebt. In Abhängigkeit von den Untergrundgegebenheiten kann ergänzend sinnvoll sein, die Dämmplatten auch zu verdübeln. Über die Dämmplatten ist anschließend eine Schicht Armierungsgewebe mit einem speziellen Armierungsputz aufzutragen, womit ein geeigneter Untergrund für den Endputz (sogenannter Sichtputz) geschaffen wird. Die Kosten für Wärmedämmverbundsysteme betragen etwa 80 bis 130 Euro pro Quadratmeter.

Kerndämmung:

Eine Kerndämmung kommt nur bei einem zweischaligen Wandaufbau in Frage, bei dem ein Hohlraum zwischen den Wänden gegeben ist. Das ist durchaus bei Altbauten häufiger der Fall. Das zur Dämmung genutzte Material muss auf jeden Fall stark wasserabweisend, möglichst feinkörnig oder feinfaserig sein, damit im Hohlraum alle Ecken ausgefüllt werden können. Meist muss hier auf biologische Dämmstoffe verzichtet werden. Alternativ zum Einfüllen des Dämmmaterials kann dieses auch mit dem sogenannten Einblasverfahren in die Hohlräume geblasen werden. Dann werden meist Zelluloseflocken, Holzfasern oder Polystyrol-Kügelchen als Dämmmaterial genutzt. Die Kosten für die Methode der Kerndämmung betragen lediglich 20 bis 50 Euro pro Quadratmeter. Eine Kerndämmung erfüllt übrigens genau dann die Anforderungen an die novellierte Energieeinsparverordnung vom Mai 2014, wenn der Hohlraum zwischen den Schalen vollständig mit Dämmstoff ausgefüllt ist.

Außen-Dämmung mit vorgelagerter Fassade:

Mit dem Wort „Vorhangfassade“ bzw. vorgehängte Fassade wird die dritte Alternative treffend beschrieben. In diesem Fall wird das Dämmmaterial vor die Fassade “gehängt” bzw. angebracht, wozu in der Regel ein Ständerwerk aus Holzbalken oder Winkelschienen benötigt wird, so dass dazwischen das Dämmmaterial eingefügt werden kann. Darüber wird anschließend eine Konterlattung angebracht, auf die Schieferplatten, Holz, Klinker oder andere Materialien zur Sichtfassadenbildung befestigt werden können. Der entstehende Freiraum zwischen der Konterlattung und dem Dämmstoff von wenigen Zentimetern dient zur Luftzirkulation, wodurch die verdunstende Feuchtigkeit nach außen abgeführt werden kann. Die Kosten für dieses Verfahren der Wärmedämmung sind sehr hoch und betragen oft mehr als 150 Euro pro Quadratmeter.

Dachbodendämmung – Wärmedämmung

Zu einer der Pflichtaufgaben bei der Dämmung des Hauses gehört die Dachbodendämmung. Damit lassen sich die Energiekosten in deutlichem Umfang auf einfache Weise reduzieren. Hinzu kommt, dass die Energieeinsparverordnung inzwischen die Dämmung der obersten Geschossdecken vorschreibt. Erstaunlicherweise gibt es aber gerade in Altbauten noch immer viele vollständig ungedämmte Dachbodendecken.

Seit dem Jahr 2012 müssen begehbare Dachböden gedämmt sein. Wie bei allem Arbeiten rund ums Dämmen ist auch in diesem Fall präzise zu arbeiten. Denn Löcher, Spalten, Hohl- oder Freiräume führen stets dazu, dass die Wärme nicht optimal im Haus verbleibt. Im Extremfall kommt es dann sogar zur Bildung von Nässe, die sogar zur Schimmelbildung oder Pilzbildung führen kann.

Dämmschicht der Dachbodendämmung

Als Dämmschicht der Dachbodendämmung ist eine Dicke von etwa 20 cm ratsam. Letztlich hängt die konkrete Stärke des Dämmaufbaus aber vom verwendeten Material ab. Grundsätzlich kommen zur Dachbodendämmung folgende Materialien in Frage:

    • Dämmmatten,
    • Rollfliese,
    • Dämmwolle oder
    • Dämmflocken.

Wenn der Dachboden bereits ausgelegt ist, lassen sich die Dämmmaterialien durchaus darüber verlegen. Hierzu bieten sich vor allem Dämmmatten oder Rollfliese an. Wenn Sie hingegen den Dachboden noch nicht zu Wohnzwecken nutzen und er bisher nur aus Balken und Füllmaterialien besteht, sollten Sie an Zellulose oder Glas- bzw. Steinwolle als Dämmstoffe zur Wärmedämmung denken.

Dachdämmung – Wärmedämmung

Dachdämmung

Die Dachdämmung eignet sich dazu, den sogenannten Wärmedurchgangskoeffizient (kurz: U-Wert) des Daches zu reduzieren. Auf diese Weise können (ja nach Größe und Qualität des alten Daches) bis zu 750 Euro pro Jahr gespart werden. Grundsätzlich kann man mit einem rundum gedämmten Dach 75% des Energieverbrauchs eines ungedämmten Daches einsparen. Dabei stehen mehrere Alternativen zur Dachdämmung zur Verfügung, die sich bezüglich der Art der Verwendung der Materialien und der damit verbundenen Kostensituation deutlich unterscheiden:

Dachdämmung

(Quelle: Barbara42  / pixelio.de)

    • Zwischensparren-Dämmung:

Zwischen den einzelnen Dachsparren ist meistens ausreichend Platz, um diesen mit Dämmmaterial zu füllen. Die Dicke des Materials sollte auf jeden Fall 20 cm betragen. Wenn jedoch die Sparren niedriger sind, müssen diese zunächst mit Latten erhöht werden, damit die 20cm erreicht werden können. Der entscheidende Nachteil dieser Methode liegt darin, dass sich das Dämmmaterial nur zwischen den Sparren befindet, wohingegen die Sparren selbst frei bleiben, so dass Wärmebrücken entstehen. Wenn der Raum unter dem Dach als Wohnraum genutzt werden kann, ist darüber hinaus zusätzlich eine Verkleidung zwingend nötig.

    • Aufsparren-Dämmung:

Im Unterschied zur Zwischensparrendämmung wird bei der Aufsparrendämmung das Dämmmaterial über den Sparren angebracht. Dadurch wird die Problematik der Wärmebrücken vermieden, da eine durchgängige Ebene entsteht. Die Aufsparrendämmung ist jedoch nur dann zu empfehlen, wenn ohnehin gerade eine Dachsanierung durchgeführt wird, da das Dämmmaterial nur angebracht werden kann, solange das Dach noch nicht gedeckt ist. Darüber hinaus ist positiv zu vermerken, dass durch diese Art der Dämmung kein Wohnraum verloren geht.

    • Untersparren-Dämmung:

Im Gegensatz zur Aufsparren-Dämmung wird bei der Untersparrendämmung die Dämmschicht im Haus befestigt. Diese kann dazu verschraubt oder geklebt werden. Sie ist somit mit geringem Aufwand durchzuführen, hat aber zwangsläufig eine Verringerung des Wohnraums (nicht der Wohnfläche) zur Folge.

    • Alternative Dämmung der obersten Geschossebene:

Wenn der Dachboden nicht als Wohnraum genutzt wird, kann die oberste Geschossebene unmittelbar gedeckt werden. In diesem Fall wird also nicht das Dach selbst gedämmt, sondern das Dämmmaterial wird auf die oberste Geschossfläche angebracht, so dass der nicht genutzte Dachraum weder gedämmt, noch gewärmt wird.

Die genannten Methoden zur Wärmedämmung unterscheiden sich deutlich bzgl. der Höhe der entstehenden Kosten: Eine Innensparrendämmung kann für rund 50 Euro je Quadratmeter realisiert werden. Bei einer Aufsparrendämmung mit kompletter Neueindeckung des Daches entstehen Kosten von etwa 200 Euro je Quadratmeter. Am preiswertesten ist die Dämmung der oberen Geschossebene, bei der jedoch der Dachraum selbst nicht gedämmt wird.

Grundsätzlich ist die Dämmung des Daches immer dann vorzuziehen, wenn der Dachboden selbst noch genutzt werden soll.

Wärmedämmung – Wärmeschutz

Energie zu sparen im Haus fängt schon bei der richtigen Wärmedämmung an. “Lohnt sich Dämmen?” fragte die Zeitschrift Wohnglück in ihrer Ausgabe 3/13 und kommen zu dem Ergebnis, dass sich Wärmeschutz als Sparmaßnahme erweist und die Fassade dabei möglicherweise auch noch optisch profitiert.

Der Erdgasverbrauch inklusive Warmwasserbereitung beträgt pro qm Wohnfläche im unsanierten Altbau bis zu 400 kWh, in einem Haus aus den Baujahren 1978 bis 1983 noch etwa 220 bis 270 kWh. In einem Haus aus den Baujahren 1984 bis 1994 beträgt der Erdgasverbrauch dagegen nur noch 140 bis 200 kWh pro qm Wohnfläche, bei Häusern aus den Baujahren 1995 bis 2001 sogar nur noch 70 bis 120 qm Erdgasverbrauch pro qm Wohnfläche. Nach der EnEV 2002/2007 darf der Erdgasverbrauch nur noch 50 bis 90 kWh pro qm betragen, nach der EnEV 2012 sogar nur noch 45-70 kWh pro qm Wohnfläche. (Quelle: EnergieAgentur NRW “Erhebung: Wo im Haushalt bleibt der Strom?”, zitiert nach: Energis Flyer, November 2012)

Wärmedämmung zum Energiesparen

Wenn ein Haus schlecht gedämmt ist, können die Bewohner noch so viele Anstrengungen unternehmen, um Energie zu sparen, der Erfolg wird nur (relativ) gering sein.

Auf diesen Seiten steht die Wärmedämmung im Blickpunkt, die den Durchgang der Wärmeenergie durch das Haus möglichst stark verringern soll. Die Wärmedämmung von Bauwerken und Gebäuden, umgangssprachlich fälschlicherweise auch manchmal als Isolierung bezeichnet,  ist durch die Bauweise des Gebäudes vorgegeben. Sie wird jedoch im Regelfall durch den Einsatz von Dämmstoffen verstärkt. Häuser mit optimaler Wärmedämmung heißen Passivhäuser. Diese kommen ohne eigene Heizung aus, weil die sogenannte Abwärme der Bewohner und technischer Geräte in diesen Häusern zur Erreichung einer angemessenen und behaglichen Temperatur im Gebäudeinneren ausreicht.

Das Thema Wärmedämmung ist sehr breit gefächert. Auf dieser Website gehen wir beispielhaft auf die Bereiche der

ausführlich ein.

Alternative Energien

Kraftwerk statt alternative Energien

Alternative Energien befinden sich in Deutschland auf dem Vormarsch. Fast schon jeder vierte Neubau ist mittlerweile mit einer Wärmepumpe ausgestattet. Doch insgesamt sind noch weitere Möglichkeiten vorhanden. Denn noch immer entscheiden sich zahlreiche Bauherren für das Heizen mit fossilen Brennstoffen wie Öl oder Gas. Immerhin wurden im Jahr 2011 49 Prozent der Neubauten mit Erdgasheizungen ausgestattet.

Gas statt alternative Energien?

Im Wesentlichen existieren zwei Gründe, weshalb die Gasheizung immer noch so populär ist. Da wären zunächst die Heizungsbaubetriebe. Diese raten ihren Kunden oft bewusst zur Gasheizung. Hier liegen nämlich die meisten Erfahrungswerte vor. Damit sind die Installationsarbeiten einfache Routine. Denn auf neue Technologien lassen sich viele Betriebe nur ein, wenn Kunden unbedingt darauf drängen.

Anschaffungskosten von alternativen Energien

Beim zweiten Grund handelt es sich um die Anschaffungskosten. Obwohl alternative Heizungssysteme inzwischen deutlich günstiger sind als noch vor Jahren, kosten sie in der Anschaffung mehr als ein typischer Gasheizungsbrenner. Viele Bauherren denken hier nicht langfristig. Stattdessen erliegen sie dem Wunsch, kurzfristig weniger Geld auszugeben.

Argumente für die Nutzung alternativer Energien

Dabei lohnt es sich, alternative Energien zu nutzen. Es sind vor allem die langfristigen Kosten, die hierfür sprechen. Egal ob Sie sich für eine Wärmepumpe oder eine Pelletheizung entscheiden: Auf lange Sicht überzeugen diese Systeme mit einer Kostenersparnis gegenüber der Gasheizung. Außerdem erlangt der Bauherr eine deutlich höhere Unabhängigkeit gegenüber schwankenden Energiepreisen.

Abgesehen davon ist der Nutzen für die Umwelt nicht außer Acht zu lassen. Wer sich für nachhaltige Energien entscheidet, leistet einen direkten Beitrag zum Schutz der Umwelt – und je nach Perspektive auch zum Schutz des Klimas.

Fördermittel für alternative Energien nutzen 

Angesichts der gebotenen Vorteile lohnt es sich, auf nachhaltige Energien zu setzen. Zumal die Mehrkosten bei der Anschaffung gar nicht so hoch liegen. Für den Einbau entsprechender Systeme gibt es vom Staat sogar Förderungen. Pelletheizungen und Wärmepumpen werden direkt bezuschusst, wodurch sich die Anschaffungskosten unmittelbar relativieren. Zudem stehen zinsgünstige KfW-Kredite zur Verfügung, deren Einbindung für Bauherren sehr reizvoll ist. Gegenüber den klassischen Bankdarlehen zur Baufinanzierung versprechen die Förderdarlehen der KfW eine deutliche Zinsersparnis.

Weitere Infos finden Sie unter: http://www.baufinanzierung-info24.de/4605/waermepumpe-einbauen-zuschuss-und-foerderkredit-der-uebersicht/

Alternativen Energien gehört die Zukunft. Schon die Abhängigkeit von anderen Ländern ist Grund genug, alternativ zu heizen. Außerdem sind diese Techniken schon bald noch wirtschaftlicher. Denn es ist zu erwarten, dass die Preise hierfür eher sinken werden.

Kosten des Passivhauses

Kosten sparen

Die Kosten des Passivhauses sind nicht unbeträchtlich, denn: Wie schon auf den vorangehenden Seiten dargestellt wurde, sind die Anforderungen an Passivhäuser und damit dann auch die Baukosten für den Neubau recht hoch. Die Mehrkosten für Passivhäuser gegenüber konventionellen Bauten liegen durchaus bei bis zu 15% der Bausumme, jedoch relativieren sich diese sehr schnell, wenn man die Energieeinsparungen oder den Wegfall von Gebühren für z.B. den Schornsteinfeger oder den Gasanschluss gegenüberstellt.

Derzeit wird die Amortisationszeit von Passivhäusern auf lediglich noch etwa 10 Jahre geschätzt, d.h. nach nur 10 Jahren sind die Mehrkosten beim Bau bereits wieder über die Nutzung des Hauses wiederverdient, da die laufenden Energiekosten wesentlich geringer sind als bei konventionell gebauten Häusern.

Förderung zur Finanzierung der Kosten des Passivhauses

Außerdem gibt es für den Bau oder den Umbau zu einem Passivhaus öffentliche Förderungen. Die Förderungen können Zuschüsse zu den Investitionen oder Kredite zu günstigen Konditionen sein. Förderungen werden im Allgemeinen bundesweit von der KfW Förderbank vergeben. Ergänzend bieten aber auch die Bundesländer, manche Gemeinden oder sogar Energieversorger entsprechende Förderprogramme an.

Wie schnell die Mehrkosten sich tatsächlich amortisieren, hängt auch vom Vergleichsobjekt ab: Während Passivhäuser deutlich unter 50 kWh Energie (pro Quadratmeter und Jahr) verbrauchen, liegt der Vergleichswert bei sogenannten Niedrigenergiehäusern noch bei etwa 140 kWh (pro Quadratmeter und Jahr), in Altbauten dagegen auch oft deutlich über 250 kWh pro Quadratmeter und Jahr, d.h. das Einsparpotential ist höchst unterschiedlich.