Kosten des Passivhauses

Die Kosten des Passivhauses sind nicht unbeträchtlich, denn: Wie schon auf den vorangehenden Seiten dargestellt wurde, sind die Anforderungen an Passivhäuser und damit dann auch die Baukosten für den Neubau recht hoch. Die Mehrkosten für Passivhäuser gegenüber konventionellen Bauten liegen durchaus bei bis zu 15% der Bausumme, jedoch relativieren sich diese sehr schnell, wenn man die Energieeinsparungen oder den Wegfall von Gebühren für z.B. den Schornsteinfeger oder den Gasanschluss gegenüberstellt.

Derzeit wird die Amortisationszeit von Passivhäusern auf lediglich noch etwa 10 Jahre geschätzt, d.h. nach nur 10 Jahren sind die Mehrkosten beim Bau bereits wieder über die Nutzung des Hauses wiederverdient, da die laufenden Energiekosten wesentlich geringer sind als bei konventionell gebauten Häusern.

Förderung zur Finanzierung der Kosten des Passivhauses

Außerdem gibt es für den Bau oder den Umbau zu einem Passivhaus öffentliche Förderungen. Die Förderungen können Zuschüsse zu den Investitionen oder Kredite zu günstigen Konditionen sein. Förderungen werden im Allgemeinen bundesweit von der KfW Förderbank vergeben. Ergänzend bieten aber auch die Bundesländer, manche Gemeinden oder sogar Energieversorger entsprechende Förderprogramme an.

Wie schnell die Mehrkosten sich tatsächlich amortisieren, hängt auch vom Vergleichsobjekt ab: Während Passivhäuser deutlich unter 50 kWh Energie (pro Quadratmeter und Jahr) verbrauchen, liegt der Vergleichswert bei sogenannten Niedrigenergiehäusern noch bei etwa 140 kWh (pro Quadratmeter und Jahr), in Altbauten dagegen auch oft deutlich über 250 kWh pro Quadratmeter und Jahr, d.h. das Einsparpotential ist höchst unterschiedlich.