Kritik an der Photovoltaik

Die Kritik an Photovoltaik offenbart eine ganze Reihe von Vor- und Nachteilen, von denen die wichtigsten in der folgenden Übersicht zusammengestellt sind.

Positive Kritik an Photovoltaik (Vorteile):

    1. Die Sonne stellt für den Menschen eine quasi unerschöpfliche Energiequelle dar.  Denn die Solarenergie steht uns Menschen frei zur Verfügung.
    2. Die variablen Kosten steigen nicht, wenn Sie durch die Sonne mittels Photovoltaikanlagen Strom produzieren. Denn ist die Anlage erstmal installiert, müssen Sie nur noch die Erträge abschöpfen.
    3. PV-Anlagebetreiber sind unabhängiger von konventionellen Kraftwerken. Denn sie können den erzeugten PV-Strom auch selbst nutzen.
    4. PV-Anlagen sind größtenteils wartungsfrei bzw. wartungsarm. Somit entstehen nur geringe Betriebskosten.
    5. Auf die Solarmodule gibt man meist eine Gewährleistung von bis zu 25 Jahren.  Allerdings gilt dies meist nur für 80% der ursprünglichen Leistungsfähigkeit. Sie können aber grundsätzlich davon ausgehen, dass Sie als Richtwert mit einem Kilowattpeak Leistung rund 20.000 Kilowattstunden Strom produzieren können. Das ist gut für die Energieeffizienz. Bei Anschaffungskosten von 2.000 Euro pro Kilowattpeak und weiteren 1.000 Euro Betriebskosten (pro Kilowattpeak über die gesamte Laufzeit) ergibt das Stromkosten von 15 Cent pro Kilowattstunde. Schon heute liegt der Preis, den Sie pro Kilowattstunde Strom bezahlen müssen, deutlich über 20 Cent pro Kilowattstunde.
    6. Die Erzeugung der sauberen Energie trägt auch zur CO2-Minderung bei, da Sie weniger Strom aus fossilen Energieträgern verbrauchen.
    7. Die PV-Anlage erzeugt keinen Lärm oder sonstige Emissionen. Jedoch der Wechselrichter arbeitet nicht ganz geräuschlos.

Negative Kritik an Photovoltaik (Nachteile):

    1. Die Solarmodule bringen nach 20 bis 25 Jahren nur noch etwa 80 Prozent ihrer ursprünglichen Leistung. Erfreulicherweise ist aber davon auszugehen, dass sie trotzdem immer noch funktionieren. Die reale Lebensdauer einer PV-Anlage wird auf bis zu 40 Jahre geschätzt.
    2. Die Investitionskosten in eine PV-Anlage sind im Vergleich zum einfachen Stromanschluss an das öffentliche Stromnetz relativ hoch, denn Sie müssen, um den Strombedarf eines Vier-Personen-Haushalts zu erzeugen, derzeit etwa 10.000 Euro investieren.
    3. Es wird davon ausgegangen, dass nach etwa 10 Jahren eine Reparatur oder ein Ersatz des Wechselrichters notwendig wird. Der genaue Zeitpunkt und die Höhe der Kosten kann jedoch nur geschätzt werden. Derzeit werden für Wechselrichter häufig etwa 2.000 Euro investiert, wobei jedoch auch die Preise für diese Komponenten eher fallen als steigen werden.
    4. Es gibt noch keine wirtschaftlichen Speichermöglichkeiten, um überschüssigen Solarstrom zu bevorraten, um ihn dann zu einem späteren Zeitpunkt zu verwenden. Immerhin gibt es aber inzwischen erste technologische Lösungen, so dass davon auszugehen ist, dass gerade in diesem Bereich in der Zukunft deutliche Verbesserungen zu erwarten sind.